Was ist Achtsamkeit und was soll das überhaupt bringen?

Sachbuchverlage sind ja nicht blöd.

(Das ist mal ein Anfang, oder?)

Ok, weiter im Text. Buchverlage müssen Bücher verkaufen. Logisch. Und Sachbuchverlage verkaufen Bücher zu bestimmten Themen. Auch klar.

Was für mich bedeutet:

Sachbuchverlage sind die perfekten Trendbarometer. Das, was stapelweise in den Buchhandlungen liegt, wird wohl momentan vielen Menschen in den Köpfen rumschwirren, sonst würdem die ja keine Bücher draus machen.

Wer momentan zu Thalia, Hugendubel & Co geht und das Stockwerk ansteuert wo es um „Selbsthilfe & Co“ geht, der sieht, worauf sich Buchverlage momentan stürzen.

Ja genau. Du ahnst es schon.

Achtsamkeit – überall und jederzeit

Offenbar sind wir alle miteinander draufgekommen, dass wir zu viel in unserer Birne haben, zu viel tun müssen, zu viel haben wollen, zu viel erreichen wollen, zu viel denken müssen etc.

Offenbar merken viele, dass es ein Hamsterrad gibt und dass sie der Alltag wie eine Flipperkugel von einer Seite zur anderen schleudert.

Überraschende Einsicht. (Vorsicht: Sarkasmus-Alarm)

(Kleiner Hinweis: Wenn du alte buddhistische Schriften liest, dann war das schon vor vielen, vielen Jahren ein Thema.)

Und die Antwort ist heute wie damals die selbe.

Achtsamkeit.

Nur „Was ist Achtsamkeit“?

Heutzutage kann man ja alles googlen. Somit stellt ist die Frage “Was ist das”-Frage ja nicht so schwer.

Denkfalle 1:

Denn je mehr wir im Kopf haben, dass jede Information immer und überall zu haben ist, umso weniger besorgen wir uns diese Informationen wirklich und umso weniger merken wir uns auch.

Denn es steht ja eh alles online.

Denkfalle 2:

Wissen bringt nichts. Null. Nada.

Wissen allein hat noch keine Veränderung gebracht.

Und das nervt mich immer tierisch. Daher starten wir in den August nicht nur mit einem Artikel, der erklärt was Achtsamkeit ist und wofür sie eigentlich da ist, sondern der ganze August bekommt gleich mal den „Achtsamkeits-Meditationsstempel“ aufgedrückt.

Achtsamkeit für Menschen wie du und ich

Und zwar nicht einseitig. Ich will mich nicht abgehoben mit diesem Thema beschäftigen, sondern alltagstauglich.

Meditation und Achtsamkeit als Teil unseres Alltags, der voll ist von Handy, Facebook, Deadleins, Krisenmeetings und von den Medien aufgebauschten Nachrichten.

Der August wird also eine kleine Achtsamkeitsanleitung für normale Menschen. Für Menschen, die nicht in ein Ashram nach Indien wollen oder Tage lange Vipassana-Meditation (Schweigemeditation) machen wollen, sondern für Menschen, die im Leben stehen und Achtsamkeit und Co in ihr Leben integrieren wollen. Also für dich.

Damit es dir gut geht. Und auch damit du entspannt erfolgreich werden kannst.

Aber genug der Einleitung. Jetzt mal die Facts:

Achtsamkeit: eine Erklärung

Auf das Grundlegende herunter gebrochen ist Achtsamkeit die Beobachtung der eigenen Gedanken und Emotionen. Anders gesagt bedeutet Achtsamkeit, einen Schritt zurück zu gehen und sich bewusst darüber werden, was man fühlt, denkt und erlebt. Dies kann dann genutzt werden, um eine Vielzahl unterschiedlicher Alltagsprobleme zu behandeln und die mentale Gesundheit im Allgemeinen zu verbessern.

Der Grund dafür ist, dass wir uns bewusst darüber werden, wie wir mit unterschiedlichen Umständen umgehen und wie wir von unseren Gedanken und Emotionen normalerweise kontrolliert und gesteuert werden. Dies führt dann wiederum dazu, dass wir mit Problemen besser umgehen und sie zum Teil sogar vorhersehen und vermeiden können bevor sie auftreten.

Viele dieser Sorgen werden wahrscheinlich niemals eintreten, doch nur indem wir uns dieser Gedanken bewusst werden können wir sie manipulieren und über sie hinauswachsen.

Meditation – Ein Werkzeug  der Achtsamkeit und umgekehrt

Achtsamkeit auch ein Teil anderer meditativer Übungen. Der Meditierende versucht hier sich seiner Umwelt und der Gegenwart gegenüber bewusster zu sein, vor allem im Hinblick auf Empfindungen, Geräusche und Gefühle. Indem wir uns in Achtsamkeit üben, können wir ‚präsenter’ wirken und besser auf die Reize in unserer Gegenwart reagieren, ganz ohne zu urteilen und ohne das ständige Für und Wider im Kopf, von dem viele von uns täglich begleitet werden.

Achtsamkeit ist ein weit gefächertes Werkzeug, das vielseitige Einsatzbereiche hat. In fast jedem Fall ist jedoch das Ziel, dem gegenwärtigen Augenblick näher zu sein und eine innere Ruhe zu finden, die dir häufig fehlt.

Achtsamkeit

czu_czu_PL / Pixabay

Die 9 größten Vorteile der Achtsamkeit

Achtsamkeit ist ein mächtiges Werkzeug gegen Stress und den modernen, hektischen Lebenswandel.

Mit der Achtsamkeit haben wir nun etwas gegen das tägliche Hamsterrad.

Aber sie geht noch viel weiter und kann dir in vielen unterschiedlichen Bereichen helfen und dich unterstützen. Im Folgenden werden wir uns mit 10 der größten Vorteile beschäftigen und zeigen, wie positiv lebensverändernd Achtsamkeit in deinem Leben wirklich sein kann.

Stress reduzieren

Achtsamkeit lehrt uns, im und für den Moment zu leben. Das hilft uns dabei, stressigen Gedanken zu entkommen und sie in manchen Fällen sogar vollständig zu verändern, sodass sie uns nie wieder heimsuchen werden.

Konzentration verbessern

Die Übung der Achtsamkeit erfordert intensive Konzentration und mentale Disziplin. Vielen Menschen fehlen diese Fähigkeiten, da sie diese aufgrund der vielen und ständigen Störungen durch Handy, Facebook & Co und die ständige Verfügbarkeit von Ablenkung und Unterhaltung nicht erlernen müssen.

Kostenlos und einfach

Eigentlich sollte unsere Krankenkassen Achtsamkeit kostenlos anbieten, weil sie nachweislich die Gesundheit verbessert. Wenn du einmal das Prinzip verstanden hast und die Grundlagen beherrschst, kannst du dich immer und überall völlig ohne Hilfsmittel in Achtsamkeit üben. Genau dem widmen wir uns ja in der nächsten Zeit

Sportliche Leistungen verbessern

Achtsamkeit ist nur einen Schritt vom Flow entfernt. Dieser erhöhte Zustand der Wahrnehmung und Präsenz führt auch in sportlichen Bereichen zu tollen Verbesserungen.

Schlaf verbessern

Studien zeigen, dass Achtsamkeit im Kampf gegen Schlafstörungen eingesetzt werden kann.

Negative Emotionen bekämpfen

Allgemein kann Achtsamkeit auch dazu verwendet werden, den Umgang mit den meisten negativen Gefühlen zu erleichtern.

Das Leben bereichern

Achtsam zu sein bedeutet, den Moment besser wahrzunehmen und somit all die wundervollen Dinge zu sehen, die in deiner Umwelt passieren. Anstatt in deinem eigenen Kopf gefangen zu sein kannst du deine Umgebung erleben. Das kann sogar deine Beziehungen und Bindungen stärken.

Etwas über dich lernen

Wenn du lernst deinen eigenen Geist zu beobachten, hast du eine tolle Fähigkeit erworben, die dir einen Einblick in dein Gehirn ermöglicht. Diese Fähigkeit ist nicht nur faszinierend, sie kann dir auch in deinem persönlichen Wachstum helfen.

Etwas über andere lernen

Und wenn du mehr über dich selbst erfährst, kannst du auch den Geist anderer besser erforschen. Achtsamkeit gibt dir die Fähigkeit, für deine Freunde und deine Familie da zu sein und deine Beziehungen mit ihnen besser zu pflegen.

So, nun genug mit dem Fakten-Wissen-Logik-Zeugs. Achtsamkeit gehört erlebt. Und wie gesagt, das machen wir in den nächsten Wochen. Kommenden Montag starten wir gleich mit Übungen, die dich auch im noch so stressigen Alltag achtsam werden lassen.

(Davor gibt’s am Freitag noch einen Gastartikel von Natascha über die eigentlichen 3 Säulen des Erfolgs, auf die du immer vergisst. Übrigens: Vergessen tun wir im Alltag darauf weil und die Achtsamkeit fehlt.)

Freu dich drauf, dass ab jetzt mehr Achtsamkeit in den Leben kommt.

Lass es dir gut gehen!

sig

P.S.: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Ehrlichkeit das Leben einfach macht.

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