Der Liebster Award – Fragen, die beantwortet werden und Fragen, die offen bleiben müssen. Vorerst.

Ich musste lächeln.

Nein, eigentlich war es ein breiter Grinser. Zuerst in ihrem und dann in meinem Gesicht…

Was? Du hast noch nie beim „Liebster Award“ mitgemacht?

fragte sie mich.

Und als ich die Frage meiner Freundin verneinen konnte/musste, wusste ich eines:

Da komme ich jetzt nicht mehr raus. Ich mache jetzt eben auch mit beim Liebster Award…

Ok, wenn du kein Blogger bist, dann stellst du dir jetzt – völlig berechtig – die Frage:

Markus, WTF ist der Liebster Award?

Der Liebster Award – ich rüttle mal dran

Der Liebster Award ist eine Art Kettenbrief, der seit Jahren (dazu später) durch die Blogger-Landschaft wandert.

Kurz gesagt: Ein Blogger beantwortet Fragen (die der Blogger, der eingeladen hat, stellt) und man stellt neue (an einen oder mehrere Blogger, die man einlädt).

Zu den offiziellen Regeln komme ich dann, weiter unten, wenn es um den offiziellen Teil geht.

Aber, du kennst mich und du kennst meinen Blog ein wenig. Als Hamsterrad-Rebell rüttle ich an allem, was fest eingefahrene Strukturen sind.

Auch wenn ich den „Liebster Award“ für eine spannende Idee halte, wo du viel Persönliches über deinen Lieblingsblogger erfahren kannst, wollte ich nicht einfach ohne Denken, ohne Hinterfragen die Regeln des Awards abarbeiten und zum Status Quo übergehen.

Somit mal die erste Frage:

Woher kommt der Liebster Award eigentlich?

Der Liebster Award gehört zu den Evergreen-Phänomenen des Internet.

Seit ich blogge (Januar 2013), gibt es dieses Ding. Somit habe ich mich auf die Suche nach dem Ursprung gemacht.

Alice Scheere schreibt in ihrem Artikel rund um Blog Awards: Der Best Blog Award: Eine Recherche ein wenig über den Ursprung des Liebster Awards. sie verweißt dabei auf einen Artikel von Sopphey Vance über die Geschichte des Liebster Award, der leider nicht mehr online ist und schreibt, dass der Liebster Award ein deutsches Blogger-Phänomen sei, das bis zu einem Artikel auf Birdy of Paradise aus dem Jahr 2012 zurückverfolgbar ist:

Tatsache ist, dass der Fehlerteufel zugeschlagen hat (ist nicht weiter schlimm), weil der Artikel tatsächlich aus dem Jahr 2010 stammt.

Leider ist daraus nicht zu entnehmen, wer eingeladen hat, daher endet hier die Spur. Google lieferte mir keine weiteren Ergebnisse aus dem Jahr 2010 (auch keine früheren) rund um den Liebster Award.

Dafür aber mehrere Artikel in anderen Sprachen zum Beispiel niederländisch, italienisch und einen Artikel bereits aus dem Jahr 2011 auf englisch.

Die Regeln des Liebster Awards gibt es offenbar schon seit 2010, jedoch ohne das besagte Frage- und Antwortspiel.

Somit fand ich momentan keine Hinweise auf den Urheber und auch nicht wer die Geschichte mit den Fragen dem Blogger-Kettenbrief hinzugefügt hat.

Sollte jemand mit Google besser umgehen können als ich und die fehlenden Infos auftreiben, wäre ich über Kommentare dankbar. Ich denke, dass ein Urgestein wie der Liebster Awards (und die jeweiligen Urheber) ein wenig Applaus von der ganzen Blogger-Community verdient haben. Wie gesagt: Für sachdienliche Hinweise bin ich sehr dankbar.

Nun zu den Regeln, die ich natürlich – weil meine Freundin sie mir stellt 😉 einhalte:

1) Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke den Blog dieser Person in deinem Beitrag

Ich hielt den Liebster Award bis jetzt für einen Blogger-Kettenbrief, den ich selbst wenig spannend fand und daher nie mitgemacht habe. Aber ein Web-Phänomen, dass seit 2010 (und vielleicht noch länger) über die ganze Welt wandert, hat Respekt und Aufmerksamkeit verdient. Deswegen mache ich jetzt auch mit.

Daher ein großes Danke an meine Freundin Natascha Zimmermann, die meine Sichtweise und meinen Fokus mit dieser Einladung verändert hat. (Das tut sie übrigens auch in anderen Lebensbereichen, wofür ich ihr gleich nochmal und zwar viel mehr, dankbar bin.)

2) Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt.

Was siehst du als deine Lebensaufgabe?

Menschen dabei zu unterstützen das Hamsterrad zu verlassen, mit ihrer Berufung erfolgreich zu werden und Entspannung und Erfolg unter einen Hut bekommen.

Was ist dein persönlicher Motivator?

Die Überzeugung, dass jeder Mensch eine Berufung hat, die sie oder er leben darf.

Die Überzeugung, dass meine Arbeit die Welt ein Stück weit besser macht.

Das Wissen, dass ich dort war, wo viele meiner Leser jetzt sind und sie unterstützen kann, den Weg raus zu finden.

Was willst du in deinem Leben unbedingt noch erleben?

Die nicht öffentlichkeitswirksame Antwort:
Ein paar Dinge, die in der Öffentlichkeit des Webs nicht angebracht sind. Nicht weil sie zu intim sind, sondern weil sie einfach nur mich und ein paar wichtige Menschen in meinem Leben etwas angehen.

Die öffentlichkeitswirksame Antwort:
Eine Weltreise auf einem Kreuzfahrtschiff. Ja, einfach eine Runde …

Wovor hast du die meiste Angst?

Dass ich jemals so leichtfertig bin, diese im Internet zu veröffentlichen.

Angenommen, du musst deine Wohnung/dein Haus sofort verlassen, weil es brennt. Es könnte alles vernichtet werden. Was würdest du mitnehmen? Du darfst nur eine Sache wählen.

Ich besitze nichts, das nicht wiederherstellbar ist. Das Anhaften an Dingen verfrachtet uns in Hamsterräder.

Was würdest du deinem 7-jährigen Ich sagen, wenn du jetzt die Möglichkeit dazu hättest?

Glaube an dich. Du bist super.
Werde nicht erwachsen. Es bringt nichts.
Vertraue auf dein Herz und deine Intution. Die Vernunft ist eine Erfindung des Hamsterrades.
Wache jeden Tag auf und lächle. Und höre nicht auf damit.
Vertraue niemandem, der sagt: Das geht nicht.

Wofür in deinem Leben bist du dankbar?

Dafür meine Berufung leben zu können. Und für die Handvoll Menschen um mich herum. Einfach, weil sie da sind.
Die Liste wäre noch sehr lange erweiterbar. Regelmäßig sind meine Meditationen der Dankbarkeit gewidmet und da bin ich immer wieder aufs Neue erstaunt, wofür ich alles dankbar sein darf.

Was liebst du an dir selbst?

Meine Begeisterungsfähigkeit, meine schnelle Auffassungsgabe, meine Professionalität, die niemals Perfektionismus wird.

Angenommen, du hast die Möglichkeit in der Zeit zurück zu reisen. Wohin würdest du reisen und was würdest du tun?

Den 20. Februar 1724, London, Premiere einer meine Lieblingsopern „Giulio Cesare in Egitto“ von G.F. Händel.
Danach noch ein Pläuschchen mit den Sängern: Senesino, Francesca Cuzzoni, Margherita Durastani und Gaetano Berenstadt. Und natürlich mit dem guten alten Händel.

Wenn du dir eine Superkraft für dich aussuchen könntest, welche würdest du wählen?

Die Superkraft, jede Superkraft haben zu können, die ich will.

Wenn du einem neugeborenen Kind einen einzigen Rat geben könntest, welcher wäre das

Siehe Frage 6

3) Nominiere 3 bis 11 weitere Blogger für den Liebster Award.

Melanie Hafner von http://vegaliferocks.de/

Lea Hamann von http://leahamann.de/

Anneli Eick von http://www.anneli-eick.com/

Johannes Moskaliuk von http://coach.ichraum.de/blog/

Janet Schaer von http://www.janetschaer.de

Elisabeth Kollmann von http://geschaeftsmama.com/

4) Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.

  • Was lässt dein Herz schneller schlagen?
  • In welchen Situationen bist du schüchtern?
  • Was passiert mit uns, wenn wir diese Welt verlassen?
  • Was langweilt dich?
  • Wenn du ab heute nur mehr eine einzige CD hören könntest, welche wäre es?
  • Gibt es etwas in deinem Leben, dass sich niemals ändern soll?
  • Wann standen dir das letzten Mal Tränen in den Augen?
  • Was schätzt du am meisten an einer guten Freundschaft?
  • Wann hast du das letzte mal laut, mit Begeisterung und mit einem Lächeln im Gesicht gesungen?
  • Gibt es Situationen, in denen es OK ist zu lügen? Wenn ja, welche?
  • Was bedeutet für dich Erfolg?

5) Schreibe diese Regeln in deinen Artikel zum Liebster Award, damit die Nominierten wissen, was sie tun müssen.

Done

6) Informiere deine nominierten Blogger über die Nominierung und deinen Artikel.

Auch schon dabei. Manno, bin ich gut organisiert. Danke Thomas 😉

Ein etwas anderer Artikel, ich weiß.

Lass es dir gut gehen!

sig

P.S.: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Ehrlichkeit das Leben einfach macht.

2017-04-25T12:04:46+00:00 19. September 2016|Glück & Zufriedenheit|9 Kommentare

9 Kommentare

  1. Ursula 29. August 2016 um 11:25 Uhr- Antworten

    Oh, interessant…am besten an diesem Artikel find ich Deine Fragen an die nominierten Blogger! *Daumenhoch*

    • Markus 30. August 2016 um 16:25 Uhr- Antworten

      Danke 😉
      lg m

  2. Super Sabine 29. August 2016 um 16:44 Uhr- Antworten

    Ich mag deinen neuen Style 😉 Ich „beobachte“ dich schon seit …. ja quasi deinen Bloggeranfängen (oder so) mit Jakob und habe deinen ersten (? glaub das war dein allererster hier in Germany) Onlinekurs mitgemacht (noch mit bloggo). Durch dich hab ich mich an WordPress rangewagt … vor einer gefühlten Ewigkeit. Und zu dem neuen Markus, den ich da entdecke, gehört wohl auch, dich auf Dinge einzulassen (raus aus der Komfortzone), die du sonst nicht so mochtest. Möglicherweise 😉 hängt das mit deiner neuen Freundin zusammen oder mit der Meditation (zu beidem: bravo!!!) Es macht dich … menschlicher und weniger businessmäßig (Dass du Business kannst, ist sichtbar, das Menschliche fehlte mir da manchmal. Just my 50 Cent.)
    Ich selbst habe ebenfalls erst letztens beim „Liebster Award“ mitgemacht und finde gerade diese Blogparade eine ganz schöne Version, weil ich hier die Intensität selbst mitbestimme … je nachdem, was für Fragen ich stelle oder wie tief ich auf die vorhandenen eingehe.
    Danke für deine Recherche zur Herkunft!
    Herzensgruß
    Sabine

    • Markus 30. August 2016 um 16:27 Uhr- Antworten

      Da sage ich einfach nur: Danke!
      Lass es dir gut gehen, Sabine!
      M

  3. Melanie 4. September 2016 um 22:13 Uhr- Antworten

    Cool, vielen Dank für die Nominierung, ich werde mir dann mal Gedanken machen! 🙂 Lg Melanie

  4. Chantal Perrinjaquet 16. September 2016 um 14:06 Uhr- Antworten

    Vielen Dank, Markus, hast Du mitgemacht. Denn über Anneli Eick’s Nominierung bin ich zu Dir gekommen und habe Natascha (natürlich gleich den Community-Letter abonniert) kennen gelernt. 😉 DAS ist doch auch einer der tieferen Sinne vom Liebster-Award, nicht wahr? 😉

    Am meisten gefällt mir natürlich, dass Du betonst, wie wichtig auch für Dich als Mann die Intuition ist! Wie wunderbar. Als medialer Businesscoach zeige ich Unternehmerinnen, wie sie Ihre Intuition dafür einsetzen, schnelle und beste Entscheidungen zu treffen. Darf ich bei Gelegenheit auf Dich zu kommen? Ich glaube, Du wärst eine tolle Bereicherung auch für meine Ladies. 😉

    Herzlichen Dank für diese Inspiration und kreative Umsetzung der Nominierung. 🙂 Weiterhin viel Freude und Erfolg, wünsche ich Dir und allen, die mit Dir zu tun haben!

    • Markus 16. September 2016 um 14:13 Uhr- Antworten

      Hi Chantal, danke für das liebe Feedback. Natürlich, melde dich gerne bei mir!
      Lass es dir gut gehen!
      M

  5. Geschäftsmama 22. September 2016 um 9:19 Uhr- Antworten

    Lieber Markus,
    ich schreibe auch gerade an den Antworten und es macht richtig Spaß! Danke für die Nominierung und lass Du es Dir auch gut gehen, Elisabeth

  6. Elisa 21. Oktober 2016 um 10:40 Uhr- Antworten

    Lieber Markus,

    ich folge dir erst seit ein paar Tagen. Jetzt entdecke ich diesen Artikel und er überrascht mich.

    Ich dachte, der Liebster Award wäre für Anfänger und würde nichts bringen, denn die dazu entstandenen Artikel, die ich las, erschienen mir irgendwie so heruntergespult.

    Als ich zu einem Liebster Award nominiert wurde (zweimal sogar, wo ich dann verunsichert war, da ich nicht wusste, ob das geht und nicht zweimal einen Artikel über mich schreiben wollte), nahm ich erst beide an und fühlte mich geschmeichelt und dankbar.

    Dann stellte ich jedoch nach vier Wochen fest, dass ich weder den einen, noch den anderen beantwortet hatte. Ich fragte mich warum und stellte fest, dass ich eigentlich keine Lust auf so ein Frage-Antwort-Spiel auf meinem Blog hatte. Ich schrieb den beiden Frauen, die mich nominiert hatten, eine ehrliche Antwort und entschuldigte mich und war überrascht, dass sie sich über meine Ehrlichkeit anscheinend mehr freuten, als über eine erzwungene Teilnahme.

    Dein Artikel zu diesem Thema gefällt mir sehr, da er mir auch hilft, den Blickwinkel zu ändern und mich zu bereichern. Du begeisterst mich mit deiner Art und Ehrlichkeit. Dankeschön!

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