Du bist zu selbstkritisch? 12 Erfolgsbremsen, die du loswerden musst!

Ich habe wirklich lange gebraucht um du verstehen, dass ich für alles in meinem Leben selbst verantwortlich bin und gleichzeitig, dass ich immer zu selbstkritisch war.

Für nichts, was in meinem Leben passiert, mache ich andere verantwortlich, schiebe ich auf das Schicksal, auf Unglück, auf das Universum oder sonst etwas.

Diese grundsätzliche Entscheidung bringt 2 Ergebnisse.

Erstens: Du übernimmst die komplette und völlige Verantwortung für dein Leben und alle Resultate, die es liefert. Das ist ein großer Brocken, sind wir es doch gewöhnt, relativ schnell alles andere rund um uns für Probleme und Misserfolge verantwortlich zu machen und uns selbst außer vor zu lassen. Die Entscheidung bringt einfach Klartext. Klartext der hart ist und der vermutlich vielen Menschen sehr schwer fällt

Zweitens: Das zweite Resultat ist absolute Freiheit und Selbstbestimmung. Sobald du erkannt hast, dass du für Erfolg und Misserfolg, für gute oder schlechte Laune oder was auch immer zuständig bist, hast du die Zügel in der Hand. Du bist nicht mehr Passagier, du bist der Kapitän. Du hast freien Handlungsspielraum und bist, (wenn du mal über den oberen Absatz hinweg bist) merklich befreit.

Kannst du mit dem Gedanken leben, ganz alleine für deinen Erfolg zuständig zu sein? Ganz alleine dafür verantwortlich zu sein, ob du weiterhin im Hamsterrad bleibst? Ganz alleine dafür verantwortlich zu sein, ob du deine Berufung lebst und damit erfolgreich wirst? Ganz alleine dafür verantwortlich zu sein, die Hürden z.B. in deiner Selbständigkeit selbst zu überwinden?

Kannst du damit leben?

Wenn ja, dann widmen wir uns als nächster der größten Erfolgsbremse. Das beste Zeichen, dass nicht jemand anderes, dir Steine in deinen Weg zum Erfolg legt, sondern du selbst.

Und diese Erfolgsbremse heißt Perfektionismus oder übertrieben, dauernd und fortwährend zu selbstkritisch sein.

Selbstkritik ist ein Phänomen, das sich langsam und schleichend entwickelt. Vergleichbar mit dem Hamsterrad hält sie langsam aber sicher Einzug in dein Leben und daher fällt es dir nicht auf. Mehr und mehr davon, macht sich in deinem Kopf breit und immer weniger nimmst du es wahr.

Dich selbst kritisieren wird normal. So normal, dass du, wenn du von anderen auf deine dauernde Selbstkritik mit dem Kopf schüttelst und dir denkst „Was haben die alle. Ich bin doch ganz normal. Die andere sehen das einfach falsch.“

Daher hab ich mir mal gedacht ich sammle ein paar Zeichen, dass du zu selbstkritisch bist und halte sie dir mal online vor die Nase.

12 Zeichen, dass du zu selbstkritisch bist

Starre

Du kommst mit nichts so recht in die Gänge. Denn deine Gedanken und dein Zweifel an dir halten dich von jedem auch nur kleinen Schritt ab. Du tritts auf der Stelle, nur um nichts falsch zu machen.

Vergeben

Du bist nachtragend gegenüber den Fehlern anderer. Denn da du dir selbst nicht vergeben kannst, fällt es dir auch bei anderen schwer. Dein Anspruch ist zu hoch, weil immer wieder dein Perfektionismus dich selbstkritisch macht.

Komplimente

Du kannst keine Komplimente annehmen, dich nicht darüber freuen und weißt nicht, wie du damit umgehen sollst. Dein innerer Kritiker sagt dir nämlich: Stimmt gar nicht. Ist gar nicht so toll, wie andere tun.

Durchsetzungsvermögen

Da du dich selbst kritisierst, hast du auch keinen Mut deine Anliegen durchzusetzen. Sie erscheinen dir minderwertig und unwichtig. Daher ziehst du oft den Kürzeren, was dich wiederum in deinem selbstkritischen Denken bestärkt.

Selbst-Beschimpfung

Es gibt unzählige Momente am Tag, wo du selbst böse Dinge zu dir sagst. Das findest du nicht mal mehr schlimm, denn du hast dich an deinen inneren Kritiker gewöhnt. Übrigens: Niemand kann und darf so kritisch mit dir sein, wie du selbst.

Leistungsschwäche

Da Selbstkritik und Zweifel in vielen deinen Handlungen mitschwingen, fährst du stets nur auf „halber Fahrt“. Du meinst es nie ernst und stehst nie richtig hinter deinem Tun. Herausragende Resultate und Leistungen bleiben aus. Das liefert noch mehr Gründe für Selbstkritik

Kritik

Andere Menschen haben keine Skrupel dich zu kritisieren. Du gibst nicht Contra, sondern nimmst die Kritik an, ohne den Ball zurück zu spielen. Menschen, die gerne die Schwächen der anderen ausnutzen haben dafür einen guten Radar und spielen diesen Trumpf stets gerne aus.

Verallgemeinerung

Kleine Ungereimtheiten werden zu existenziellen Probleme. Du verallgemeinerst schnell. Wenn du selbstkritisch bist, benutzt du gerne in Zusammenhang mit dir die Worte: immer und nie.

Schüchternheit

Du glaubst nicht an dich und deine Fähigkeiten? Dann gibt es für dich auch keinen Grund mit anderen darüber zu sprechen. Deine Selbstkritik führt dazu, dass du denkst, du stiehlst den anderen Menschen ohnehin nur die Zeit, weil die Wichtigeres zu tun haben. Daher ziehst du dich auch schnell zurück und bleibst lieber für dich.

Selbstgeißelung

Du selbst holst deine Fehler von früher immer wieder hervor, durchlebst diese und ärgerst dich immer wieder aufs Neue. Die beste Strategie um auch in Zukunft panische Angst vor neuen Fehler zu haben.

Schneckenhaus

Selbstkritisch sein führt dazu, dass du nie nach Rat oder Hilfe fragst. Denn du hast die Befürchtung, dass deine Fragen und Bemühung anderen Menschen als lächerlich oder unwichtig erscheinen.

Selbstliebe

Magst du dich? Kannst du in den Spiegel sehen und denken: „Ja, du bist gut. Dich hab ich lieb!“ Wenn dir das schwer fällt, dann ist Selbstkritik mit ihm Spiel.

Wenn du dich in dem einen oder anderen Punkt wiedergefunden hast, wirst du dich fragen: Und was soll ich dagegen tun?

Die gute Nachricht ist: Du tust bereits etwas dagegen. Denn du hast es dir mit diesem Artikel bewusst gemacht, dass du selbstkritisch bist. Die einfachste Lösung: Artikel ausdrucken, ihn auf deinen Nachtschrank legen und ihn täglich lesen. Je mehr dir klarer wird, was du mit dir tust, umso mehr wirst du motiviert sein, deine Gedanken und auch dein Verhalten zu ändern.

 

Lass es dir gut gehen!

sig

P.S.: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Ehrlichkeit das Leben einfach macht.

2017-04-25T17:20:43+00:00 14. Januar 2017|Motivation & Veränderungen|8 Comments

8 Comments

  1. Paul 9. November 2016 at 12:19 - Reply

    Hallo Markus,

    🙂 ein paar Sachen habe ich bei mir auch festgestellt.
    Es stimmt schon, du machst vieles unbewusst. Du merkst es erst dann, wenn dich jemand dazu anspricht.

    Beste Grüße
    Paul

  2. Barbara 14. November 2016 at 12:40 - Reply

    Guter Artikel. Sagen wir mal – Selbstkritik an sich ist ja nichts Böses – im Gegenteil. Wir können nie besser werden in dem, was wir tun, wenn wir unsere Leistung nicht auch mal kritisch betrachten. Oder unser Leben. Oder unser Selbstbild. Oder unsere Handlungsweise. Fehler immer bei anderen anstatt bei sich selber zu suchen taugt nix. Gar nichts. Aber konstruktive Selbstkritik bedeutet auch: Eigene Leistungen anerkennen und richtig bewerten können. Sich auch mal selber auf die Schulter klopfen. Sich nicht jeden garstigen oder falschen Knopf annähen lassen… u.s.w.
    Sich selber motivieren und Selbst-Vertrauen haben, statt sich nur immer quasi selber in den Hintern zu treten.

    Das, was Du meintest, ist Selbstkritik im negativen Sinne. Selbst-Zersetzung. Der Innere Kritiker wird meist schon in der Kindheit schön fest installiert, vermutlich in dem wohlmeinenden Wunsch, uns auf die Lebens-Realität und auf eine Leistungsgesellschaft mit all ihren Anforderungen vorzubereiten. Vielen Dank auch.
    Der Innere Kritiker lässt uns quasi das Klavier zuklappen, wenn wir nicht sofort und ohne Üben eine Beethoven-Sonate spielen können. Denn wenn wir wirklich Talent hätten, meint er, dann könnten wir sofort alles nach Gehör spielen.
    (Finde den Fehler…. )
    Der Innere Kritiker zerpflückt alles – von der Hoffnung auf ein schönes Date mit einen potentiellen Wunschpartner bis hin zur Geschäftsidee oder zur Roman-Vorlage: Alles schon da, nicht originell genug.
    Der Kritiker sagt, machs gleich richtig oder gibs auf, du Dillettant….
    Der Kritiker sagt, guck dich an, DAS soll er oder sie sympathisch/sexy/nett finden?
    Und wie weit kommt Ihr damit wohl? Na?

    Ein wichtiger Lehrer hat mir mal gesagt: Leute, Ihr müsst nicht immer 150% bringen. Noch nicht mal immer 100. Manchmal genügen schon 60% vollauf.

    Wie hat er das wohl gemeint? Der Ansatz ist es wert, drüber nachzudenken.

  3. Joh Bruns 24. November 2016 at 19:30 - Reply

    Hallo Markus,

    Zu Selbstkritisch zu sein, ist wirklich ein absoluter Glückskiller! Danke daher für Deinen Artikel. Ich finde es absolut wichtig, dass sobald andere Dich kritisieren, Du Kritik, die nicht konstruktiv sondern negativ ist, einfach an Dir vorbeiziehen lässt und nicht selbst in dieses Lied mit einstimmst! Liebe Grüße, Joh

  4. Jenny 24. November 2016 at 22:05 - Reply

    Hätte ich diesen Artikel gelesen, bevor ich meinen Blogspost über 4 Tipps gegen die Perfektionsblockade (http://coloredcube.de/2016/11/4-tipps-gegen-die-perfektionsblockade/) geschrieben habe, hätte ich mir letzteren fast sparen und einfach hierhin verlinken können 😀

    Wie immer knallst du die Dinge einfach auf den Tisch ohne groß drumrum zu reden – klasse!

    Liebe Grüße,

    Jenny | coloredcube.de

  5. Philipp 16. Januar 2017 at 15:21 - Reply

    Hallo Markus,

    ich musste meine Selbstverantwortung sehr hart in meiner Depression vor 2 Jahren lernen. Seitdem mir das bewusst ist, habe ich mich aber extrem weiter entwickelt.

    MFG Philipp

  6. Petra 18. Januar 2017 at 14:43 - Reply

    Hallo Markus, das ist ein sehr aufbauender Artikel. Mit ständiger Selbstkritik steht man sich selber meist im Weg. Selbstvertrauen, Risikobereitschaft sowie die Neugier Neues zu entdecken sollte immer im Vordergrund stehen. Lieben Gruss Petra

  7. Tur 27. Januar 2017 at 1:36 - Reply

    Der Artikel ist Genial. Ich empfehle die Seite weiter.

  8. Alex 22. Februar 2017 at 18:08 - Reply

    Hallo, erstmal Danke das du dir die Mühe gemacht hast die Thematik anzusprechen. Ich stimme Barbara zu, ich sehe Selbstkritik nicht als rein negativ. Wenn man diese jedoch nur noch rein negativ auf sich anwendet, kann es zu den von dir angesprochenen Dingen führen.

    Es macht wie mit fast allem im Leben das gesunde Mittelmaß. Wenn ich nicht auch mal selbstkritisch auf mich schaue, besteht die Gefahr, dass ich arrogant und abgehoben werde. Das ich meine Meinung als einzig wahre ansehe und mir vorkomme, als wäre ich über jeden Zweifel erhaben. Da schlägt das Pendel dann komplett in die andere Richtung aus.

    Zum Thema Verantwortlichkeit: Da bin ich etwas zwiegespalten. Ich behaupte, für viele Dinge die uns in jungen Jahren passieren können wir nichts. Da wir noch dem Wohlgefallen unserer Eltern ausgesetzt sind. Je nachdem wie man aufwächst und was man erlebt, hat man später einige Hürden zu nehmen.
    Allerdings stimme ich damit überein, dass man im späteren Alter die Verantwortung dafür übernehmen kann. Man kann analysieren was einen bremst, hemmt, ängstigt, etc. und nach Möglichkeiten suchen diese Dinge zu bereinigen. Da kommt dann für mich die Selbstverantwortung ins Spiel. Hier sollte man aufhören in Selbstmitleid zu baden und stattdessen Verantwortung für sich übernehmen und Lösungsorientiert handeln.

    Schönen Gruß,
    Alex

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