Stress, Alltag, Hamsterrad & Co: Warum Achtsamkeit das perfekte Gegenmittel ist

Auch wenn viele Menschen die Augen davor verschließen ändert dies nichts daran, dass der tägliche Stress unserer modernen Lebensart nicht in Ordnung ist. Wir haben eine Umwelt geschaffen, die nichts mit der Welt zu tun hat aus der wir stammen und auch wenn wir uns verändert und angepasst haben, sind wir für die moderne Welt eigentlich nicht geschaffen.

Wir sitzen den ganzen Tag auf Stühlen und werden fetter, wir essen schlechtes Essen und sind ständig von der Arbeit, von unseren Beziehungen und von unseren Finanzen gestresst.

Außerdem werden wir ständig gebraucht, sind vernetzt und haben Stress. Unsere Telefone klingeln fortwährend, wir bekommen Chatnachrichten, E-Mails und Rechnungen. Und selbst wenn wir nicht arbeiten, sind die meisten von uns süchtig nach Technologie und haben die Fähigkeit verloren uns zu entspannen.

Ist es also ein Wunder, dass wir uns so vielen gesundheitlichen Problemen gegenübersehen?

Achtsamkeit nutzen, um dem Stress des modernen Lebens zu entkommen

Dies ist wahrscheinlich ein wichtiger Grund, warum Achtsamkeit derzeit so beliebt ist. Achtsamkeit bedeutet einfach, seine Aufmerksamkeit gezielt einzusetzen. Manchmal bedeutet das, sich auf seine Gedanken zu konzentrieren (objektiv und urteilsfrei), in anderen Fällen bedeutet es eher, dass wir einfach mehr in diesem Moment leben und uns auf unsere Umwelt konzentrieren sollten.

So oder so, die Grundidee der Achtsamkeit ist es, eine Ruhe zu genießen, die das ständige Chaos und den Stress in unserem Geist beseitigt. Wenn wir vollständig mit unserer Umwelt beschäftigt sind, oder wenn wir uns von unseren Gedanken vollständig lösen, können wir Stress und Angst von uns trennen – und stattdessen einfach entspannen und erholen.
Achtsamkeit und Konzentration

Außerdem haben wir mit der Achtsamkeit ein tolles Werkzeug an der Hand, um unsere Konzentration zu verbessern. Achtsamkeit zwingt uns, eine ‚mentale Disziplin’ aufzubauen, die vielen in unserer Gesellschaft heutzutage fehlt. Viel zu häufig haben wir 20 Dinge, die gleichzeitig um unsere Aufmerksamkeit kämpfen. Wir sind zwar angeblich besser im Multitasken geworden, gleichzeitig haben wir aber die Fähigkeit verloren, uns für einen längeren Zeitraum auf nur eine Sache zu konzentrieren. Das macht es für uns schwieriger, einen längeren Text am Stück zu lesen oder eine längere Zeit zu arbeiten ohne zwischendurch immer wieder Facebook zu checken.

Achtsamkeit ist hier das beste Gegengift. Achtsamkeit zwingt dich, dich auf deine Umwelt, deine Gedanken oder auf deine Gedanken zu konzentrieren und das über einen längeren Zeitraum hinweg. So kannst du deinen eigenen Fokus, deine Konzentration und deine mentale Disziplin zurückgewinnen und stärken.

Die Antwort auf den täglichen Stress: Meditation

Meditation eignet sich ausgezeichnet als neue Gewohnheit in deinem Alltag. Sie ist nicht nur entspannend, sie hilft dir auch in vielen anderen Bereichen deines Lebens. Deine Konzentration wird sich verbessern. Deine Wertschätzung der positiven Dinge in deinem Leben wird steigen. Du wirst mehr geschafft kriegen. Du wirst besser schlafen. Die Liste der Vorteile ist lang.

Es gibt viele Arten der Meditation. Anstatt über langwierige Prozesse die optimale Methode herauszufinden werden wir uns einfach darauf konzentrieren, die Meditation in unserem Alltag zu etablieren. In einem Monat könnte sich dein Leben schon deutlich verändert haben!

Folge diesen Strategien, um die tägliche Meditation leicht in deinen Alltag zu integrieren.

1. Fang kurz an.

Viele Menschen schaffen es nicht, die Meditation als Gewohnheit zu etablieren, weil sie direkt mit einem Powerprogramm von einer Stunde anfangen. Meditation ist wie Sport für deinen untrainierten Geist. Fang also lieber mit 5 Minuten oder weniger an.

2. Mach einen Plan.

Dieser muss nicht in Stein gemeißelt sein. Etwas Allgemeines, wie während der Mittagspause oder nach dem Aufwachen ist genug. Überlege dir einen Zeitpunkt während des Tages und halte dich daran.

3. Finde einen guten Ort.

Du wirst einen Ort und eine Zeit finden müssen, die der Konzentration förderlich sind. Ruhe und Einsamkeit helfen, sind aber nicht zwingend notwendig.

4. Setz dich.

Du brauchst weder besondere Kleidung oder Kissen, noch irgendwelche speziellen Positionen. Wichtig ist nur, dass du bequem sitzen kannst und dich während der gesamten Meditation nicht bewegen musst. Ein Stuhl oder eine Bank sind völlig in Ordnung. Du kannst dich auch mit dem Rücken an die Wand gelehnt auf den Boden setzen.

5. Mach langsam.

Drei Minuten pro Tag sind gut. Du kannst diese Zeit in der nächsten Woche fast verdoppeln und mit 5 Minuten planen. Es geht nicht darum, sich selbst zu beweisen, dass man 30 Minuten schaffen kann. Vielmehr ist das Ziel, die Meditation so in dein Leben zu integrieren, dass sie zur alltäglichen Gewohnheit wird. Nimm dir den Zeitraum von einem Monat oder sechs Wochen und arbeite dich langsam an eine halbe Stunde heran.

6. Konzentriere dich auf deine Atmung.

Fokussiere einfach im Sitzen deinen Atem. Deine Augen können dabei geöffnet oder geschlossen sein, das liegt nur an dir. Zähle deine Atemzüge. Wenn du 10 erreicht hast, beginne wieder von vorn. Achte darauf, wie lange du dies durchhältst, bis dein Geist abwandert (was passieren wird).

Wenn du merkst, dass du an etwas anderes als deinen Atem denkst, leite deine Aufmerksamkeit einfach wieder zurück auf deinen Atem. Am Anfang wird es schwierig sein, deine Konzentration aufrecht zu erhalten, deine Fähigkeit dies zu tun wird sich jedoch mit der Zeit verbessern.

7. Mach es jeden Tag.

Der Schlüssel zu positiven Gewohnheiten liegt darin, sie jeden Tag auszuführen. Es wird nicht lange dauern, bis deine Meditationsgewohnheiten genauso zu einem Teil deines Tages geworden sind, wie das Zähneputzen am Morgen.

Vielleicht fragst du dich, was das einfache Hinsetzen und Atemzählen für dich tun kann. Wenn du es schaffst, dich vollständig auf deinen Atem zu konzentrieren, kannst du auch lernen, deine Konzentration in ähnlichem Maß für irgendetwas anderes aufzubringen.

Irgendwann wirst du den Zeitpunkt erreichen, an dem du bei der Arbeit an nichts denkst als die aktuelle Aufgabe. Dies ist deutlich effektiver und effizienter. Wenn du Zeit mit deiner Familie verbringst, wirst du es schaffen, diese Momente und diese Freude des Zusammenseins ungestört zu genießen. Während des Abendessens wirst du mit deiner vollen Aufmerksamkeit anwesend sein.

Im Grunde eliminierst du jeglichen Stress aus deinem Leben, denn du wirst immer nur im Moment existieren. Du kannst nur dann gestresst werden, wenn du über die Vergangenheit oder die Zukunft nachdenkst. Meditation erlaubt es dir, ein erfülltes Leben zu schaffen.

Fang noch heute mit dem Meditieren an. Du brauchst dafür nur einen Sitzplatz und ein paar Minuten deiner Zeit. Die Vorteile dieser Gewohnheit können dein ganzes Leben lang anhalten.

Lass es dir gut gehen!

sig

P.S.: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Ehrlichkeit das Leben einfach macht.

2018-01-03T01:29:38+00:00 17. Januar 2017|Innerer Friede & Los lassen|5 Kommentare

5 Kommentare

  1. Elisa 19. Oktober 2016 um 19:40 Uhr- Antworten

    Lieber Markus,

    soeben entdeckte ich deinen Blog. Habe mich gleich zum Blog Momentum angemeldet und schnüffele nur hier in deinem Blog neugierig herum.

    Das Wort Meditation wird heutzutage von so vielen Menschen ge- und missbraucht, dass ich oft beinahe alergisch darauf reagiere und das, obwohl ich selbst durch meine Psychotherapie in die Achtsamkeit reingeschlittert bin. Den meisten Menschen, die über Meditation sprechen nehme ich es entweder nicht ab, dass sie wirklich meditieren oder ich finde ihren Ansatz sinnlos, der darin besteht, die Meditation als eine „Aktivität“ in ihrem Leben ansehen, anstatt ihr ganzes Leben damit zu (er)füllen.

    Für mich bestand Meditation in meinem Leben bis soeben darin, meine Aufmerksamkeit über den ganzen Tag verteilt auf mein direktes Umfeld, meine Gedanken, meinen Herzschlag, meine Arbeit usw zu richten, wenn ich wieder einmal spüre, dass meine Gedanken mich grantig machen, haha.

    Deinen Artikel finde ich umso bemerkenswerter, weil er mir als Skeptikerin zeigt, wie Meditation funktioniert und wie wir sie langsam in unserem Alltag leben. Herrlich!

    Vielen Dank für diese Bereicherung!
    Elisa

  2. Pascal 21. Oktober 2016 um 10:07 Uhr- Antworten

    Hallo Markus,

    vielen Dank für die Erinnerung!

    Viel zu oft vergesse ich Achtsam zu sein. Es ist nicht so, dass mir die Wichtigkeit nicht bekannt ist, nein ich verschlafe es regelmäßig. Verliere meine Routine und Meditiere dann einfach nicht. Ich würde jetzt gerne sagen, aber Markus, ich habe keine Zeit, der Stress des Alltags usw.

    Aber, das ist gelogen. (das wissen wir beide und auch die anderen Leser!) Denn erstens 5 – 10 Minuten kann jeder aufbringen.

    Und zweitens – ist das „keine Zeit haben“, einer der größten Lügen der Menschheit. Keine Zeit wird leider viel zu oft als Synonym für keine Lust verwendet. Es lässt sich aber leichter sagen, ich habe keine Zeit dafür oder entschuldige, ich hatte keine Zeit das zu machen… Es sagt sich viel leichter, als ich hatte keine Lust das zu machen. Es ist mir nicht so wichtig. In dem Moment hatte ich mehr Lust auf…

    Und somit liegt es, wie so häufig, daran, wie ich meine Prioritäten setze.

    Deine Artikel kommt da gerade wie gerufen. Ich brauche noch oft Erinnerungsstützen, wie Dein Artikel!

    Viele Grüße

    Pascal

  3. Joh Bruns 28. November 2016 um 23:22 Uhr- Antworten

    Hey Markus, Meditation ist wirklich absolut entscheidend für unglaublich viele Dinge. Ich kann jedem nur empfehlen, mit der App 7Mind zu starten, die einen wunderbaren Einstieg in die Meditation bietet. Auch ist Meditation wunderbar geeignet, um mit seinem persönlichen Wesenskern in Berührung zu kommen. Eine Schritt für Schritt-Anleitung hierzu bietet dieser Artikel: http://www.love-life.de/sich-selbst-finden/

    Liebe Grüße, Joh

  4. Philipp 17. Januar 2017 um 18:47 Uhr- Antworten

    Hallo Markus,

    mir hat das Meditieren auch viel geholfen. Ich bin vor 12:00 nicht erreichbar, weil ich am Vormittag meine kreativen Arbeiten erledige.

    MFG Philipp

  5. Judith Manok-Grundler 17. Januar 2017 um 19:49 Uhr- Antworten

    Hallo Markus,

    habe gerade Deinen Artikel gelesen und mich dazu animieren lassen, über meine Meditationserfahrungen nachzudenken. Ich habe vor vielen Jahren eine 2-jährige Ausbildung zur Meditationsleiterin gemacht. Dazu gehörte es auch, jeden Tag mindestens 30 Minuten am Stück in Stille zu sitzen. Mit Übung – genauso wie Du es beschreibst – ist es mir bald gelungen, 2x täglich 30 Minuten zu meditieren. Damals habe ich das für meinen Alltag gebraucht. Es hat mir gut getan und mich immer wieder Kraft schöpfen lassen. Vor allem aber – das kann ich aus der Rückschau sagen – begleiten mich seither zwei enorm wichtige Dinge durchs Leben:

    Zum einen ist mir dasThema sehr, sehr wichtig geworden. Ich finde jeden Tag etwas, wofür ich dankbar bin. Das hat meine Haltung und mein Leben verändert.
    Zum anderen habe ich in dieser Zeit das Schreiben für mich entdeckt. Seither schreibe ich. Achtsam. Völlig konzentriert. Mit großer Begeisterung. Für mich. Für Andere. Alleine. Mit Anderen zusammen. Ich biete Schreibseminare an und nutze Methoden des auch in meinen Beratungen. Bei all dem mache ich immer wieder die Erfahrung, dass Schreiben heilen hilft und mich in Kontakt bringt mit mir selbst.

    Und meine Meditation? Sie wurde weniger, allerdings nicht unwichtiger und sie hat sich verändert. Mehr und mehr fließen kleine Momente der Achtsamkeit in meinen Alltag ein (es dürfen gern noch mehr werden) und ich weiß: Wie viel Raum, Zeit und Ideen ich mir dafür gebe, liegt an mir.
    Eines ist mir noch wichtig: Meiner Erfahrung nach sind wir häufig wenig wertschätzend mit uns selbst, wenn uns Dinge schlecht oder gar nicht gelingen. Auch das aber ist wichtig: Wenn es heute nicht klappt, gelingt es möglicherweise schon am nächsten Tag. Also: Nur Mut, dranbleiben lohnt sich.

    Herzliche Grüße
    Judith

Hinterlasse einen Kommentar

Inspiration, Zufriedenheit und Lebensfreude:  Hole dir meine 14 Glücksgesetze!